GICHINGA - LIONDOGS
LEGO – Bzw. was unser Ridgeback darunter versteht!
Ich kann mich noch gut an meine Kindheit erinnern, stundenlang spielte ich in meinem Zimmer mit Lego-Steinen, baute Raumschiffe, Burgen, Autos, Raumstationen usw. – das System war klar, Steine zusammensetzen, dann wieder auseinander nehmen und wieder etwas anderes bauen.
Das „Lego-Prinzip“ war und ist wahrscheinlich jedem Kind klar – zumindest jedem Zweibeiner. Unser ASAD (heute stolze 19 Monate alt) hatte dieses System nicht wirklich durchschaut – typisch Vierbeiner?
Asad hatte zwei grundlegende Prinzipien des Lego-Systems missachtet:
1. Er nahm Dinge auseinander die er vorher nicht zusammengebaut hatte
2. Das was er auseinander genommen hat, bestand bis dato nie aus Lego-Steinen
Die „Asad-Lego-Erfolgsstory“ beginnt im zarten Alter von sieben Monaten, Asad war für drei Stunden allein zu Hause, all seine Spielsachen und ein frischer Kauknochen sollten dafür sorgen das ihm nicht langweilig wird, vergebens! Er spielte lieber Lego mit seinem Hundebett (Preis ca. 60Euro) – er zerlegte es in ca. 150 Einzelteile. Markantes Detail: Der Kauknochen war bei unserer Rückkehr wie neu! Was nun? Ich machte mir die Entscheidung nicht leicht, aber nach ca. 30 Sekunden war mir klar, dass er ab jetzt auf einer Decke am Boden schläft. Selbst schuld, er wird schon merken das ich hier der Chef bin (diese Entscheidung sollte ich noch bereuen).
Zwei Wochen Später – ich bereute die Entscheidung! Asad war wieder für ein paar Stunden allein zu Hause! Natürlich wieder Spielsachen, Knochen – das volle Ablenkungsprogramm, wäre da nicht unsere Couch gewesen! Bis zu dem Zeitpunkt meiner Rückkehr war mir nicht klar das eine Couch aus bis zu 500 Teilen bestehen kann, wirklich kein schöner Anblick! Er hat gewonnen, ein neues Hundebett musste her, Neupreis 110Euro! Meine Freundin versuchte mich noch zum Kauf eines günstigeren Hundebettes zu bewegen „110 Euro sind ziemlich viel dafür das er es kaputt machen wird“ sagte sie. Natürlich konnte sie mich nicht von meinem Plan abhalten, immerhin hatte ich jetzt meinen Ridgeback im Griff, niemals würde er nochmal seinen Schlafplatz zerstören.
Der Beweis kam vier Wochen später – der Beweis dafür das meine Freundin recht hatte!
„Hundebett Lego Teil 2“. Nie wieder kaufe ich ein Hundebett das mit Styroporkügelchen gefüllt ist, was sag ich denn da, nie wieder kaufe ich ein Hundebett! Eine Woche später war das neue Hundebett da, Neupreis 159 Euro, was meine Freundin gesagt hat muss an dieser Stelle nicht mehr erwähnt werden.
Ich kenne meinen Hund, wir sind die beiden Männer im Haus, uns verbindet ein unsichtbares Band, eine Freundschaft wie sie es nur unter Männern gibt, diesmal wird mich Asad nicht enttäuschen!
Und die Zukunft sollte mir recht geben, recht geben das man(n) besser auf Frauen hören sollte. „Hundebett Lego Teil 3“ ließ nicht lange auf sich warten. Mir fehlten die Worte, mit einem Aquarium und ein paar Fischen wäre das nicht passiert, aber es musste ja unbedingt ein Ridgeback sein!
Heute, ca. 12 Monate später kann ich über das alles nur noch lachen, nein, ich habe kein Aquarium, Asad ist immer noch bei uns und egal was noch passiert, wir werden es nie auch nur eine Sekunde bereuen das er unser Familienmitglied ist. Aber warum schreibe ich diese Zeilen erst nach fast einem Jahr? Ganz einfach, gestern war „Hundebett Lego Teil 4“! Ich glaube das nächste Bett werde ich selber bauen – am besten aus Stahlbeton.
Wir freuen uns schon auf nächstes Wochenende – da kommt nämlich Ridgeback Nummer 2 zu uns…wieder ein Rüde…wahre Männerfreundschaft, ich weiß, er wird mich sicher nicht
enttäuschen – uns verbindet ein unsichtbares Band!