ALLGEMEIN
Hundeausstellungen bzw. Zuchtschauen sind eine gute Möglichkeit um Ihren Hund durch einen Ausstellungsrichter professionell bewerten zu lassen. Als Züchter ist eine Ausstellung umso wichtiger da man hier „Werbung“ für seinen Hund bzw. seine Zucht machen kann und gleichzeitig seine Hunde im derzeitigen Zuchtniveau einordnen kann.
Wenn Sie an einem Rhodesian Ridgeback interessiert sind, dann sind Hundeausstellungen der ideale Ort um erste Kontakte mit Züchtern aufzunehmen. Sie können sich auf den Ausstellungen einen guten Überblick über die Rasse, insbesondere über die verschiedenen „Typen“ verschaffen.
Wenn Sie selbst an einer Zuchtschau teilnehmen wollen sollten Sie schon sehr früh mit den Vorbereitungen beginnen.
Hier sollte Ihr Hauptaugenmerk auf dem Ringtraining liegen.
Oft ist die Aufregung vor und bei der Ausstellung beim Besitzer größer als beim Hund. Wichtig ist das der Spaß für den Hund im Vordergrund steht – wenn Ihr Hund schlechte Erfahrungen auf Ausstellungen gemacht hat, dann wird er nie seine ganze Pracht im Ring zur Schau stellen.
Es ist auf jeden Fall sinnvoll im Vorhinein einige Austellungen mit seinem Hund zu besuchen ohne aktiv daran teilzunehmen. So können Sie sich mit dem Ablauf vertraut machen und Ihr Hund kann sich schon an das ganze Umfeld gewöhnen.
Wenn Sie ausstellen, sollten Sie neben Ihrem Hund auch noch folgendes dabeihaben:
ü Eine Hundebox
ü Ein paar Handtücher
ü Eine entsprechende Vorführleine (passend zur Farbe Ihres Vierbeiners)
ü Einen Camping-Sessel
ü Leckerlis
ü Papiertücher und Plastikbeutel (falls Ihr Hund sich lösen muss)
ü Impfpass
ü Ahnentafel
ü Meldebestätigung
ü Essen und Getränke (für Sie selbst)
ü Einen Wassernapf und Wasser für Ihren Hund
Es versteht sich natürlich von selbst das Ihr Ridgeback tadellos gepflegt sein muss – auch der Pflegezustand des Hundes zählt zum Gesamteindruck.
Erwarten Sie sich von Ihren ersten Ausstellungen noch nicht zu viel, kein Meister ist vom Himmel gefallen. Sie werden schnell merken das die erfolgreichen Aussteller schon sehr oft an Ausstellungen teilgenommen haben um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen.
Vielleicht ist Ihr Ridgeback aber auch ein „Ausstellungs-Talent“ und genießt es förmlich sich im Ring von seiner besten Seite zu präsentieren. Wenn das der Fall ist dürfen Sie sich glücklich schätzen-wenn nicht, dann werden Sie durch stetiges Ringtraining auch zum Erfolg kommen.
Der Ablauf einer Ausstellung gliedert sich im Normalfall wie folgt:
Wenn Sie in den Ring gerufen werden stellen Sie sich entsprechend Ihrer Startnummer auf. Wenn dann der Richter den Ring betritt stellen Sie Ihren Hund so, dass der Richter Ihren Hund gut von der Seite betrachten kann.
Wenn der Richter Sie zur Einzelbewertung auffordert gehen Sie mit Ihrem Hund zum Richter. Er wird nun den Hund anfassen wollen um die Rippen zu fühlen, das Fell sowie das Vorhandensein beider Hoden (natürlich nur bei Rüden).
Wenn er das Gebiss kontrolliert sollten Sie den Hund so hinstellen das er nicht nach hinten ausweichen kann. Der Richter wird wahrscheinlich auch Ihren Hund ansprechen um die Reaktion des Hundes zu sehen.
Danach lässt der Richter den Hund meistens im „Dreieck“ laufen um sich ein Bild über den Bewegungsapparat Ihres Hundes zu machen. Anschließend wird der Hund meistens nochmal im Stand aufgebaut und vom Richter beurteilt.
Wenn die Beurteilung bei allen Hunden abgeschlossen ist, wird das Ergebnis verkündet. Falls Ihr Hund ein „vorzüglich“ bekommt, wird er sowie alle Anderen die mit „vorzüglich“ beurteilt wurden nochmals bewertet.
Danach wird die endgültige Platzierung (1-4)bekannt gegeben.
Die Abläufe können von Ausstellung zu Ausstellung variieren, so kann es auch durchaus sein das die Hunde im Ring gleichzeitig beim Laufen im „Dreieck“ beurteilt werden.