Was erfüllt einen mit mehr Freude als ein Ridgeback? Zwei Ridgebacks!
Die Anschaffung eines zweiten Ridgebacks sollte immer gut überlegt sein, hier einige grundsätzliche Überlegungen:
ü Ist genügend Platz vorhanden (Auto, Wohnung/Haus)
ü Sind die Mehrkosten tragbar,
ü Hat man den „Großen“ schon so gut unter Kontrolle das man genügend Zeit für die Erziehung des Welpen hat,
ü Ist man körperlich im Stande beide Hunde zu halten wenn sie gemeinsam zur Jagd blasen?
Zwei oder mehrere Hunde bedeuten nicht nur eine Veränderung in der Beziehung zwischen Mensch und Hund sondern auch eine Veränderung außerhalb der eigenen vier Wände. Mit einem Hund ist ein Restaurantbesuch noch keine große Sache, wenn man aber mit zwei Hunden das Restaurant besucht kann es bereits zu Problemen kommen.
Viel wichtiger aber ist die Tatsache das sich der Ridgeback immer mehr an seinem vierbeinigen Rudelmitgliedern orientieren wird und dadurch die enge Mensch/Hund-Beziehung etwas gelockert wird. Aber keine Angst, Ihr 40kg schwerer Ridgeback wird trotzdem noch jede Chance nutzen um auf Ihrem Schoß zu sitzen.
Ein großer Vorteil des “Ridgeback-Rudels“ ist die Tatsache das zwei Hunde auch doppelt so viel Spaß haben können und auch doppelt so viel Freude machen. Und wenn Sie Ihre Hunde für ein paar Stunden alleine lassen müssen ist es weit unproblematischer als mit nur einem Hund.
Die größte Verantwortung um Rudel tragen Sie als Rudelführer. Ihre Aufgabe wird es nämlich sein, die Strukturen des Rudels aufrechtzuhalten. Sie sollten das Verhalten von Hunden sowie auch das Rudelverhalten von Wölfen genauer unter die Lupe nehmen. Hierzu gibt es hervorragende Fachbücher die Ihnen einen tiefen Einblick gewähren (siehe „Literatur“). Um das Rudel zu führen müssen Sie es erst einmal verstehen.
Wenn man bereits einen erwachsenen Hund hat ist es meist unproblematisch einen Welpen zu integrieren. In Bezug auf den Ridgeback sollte der Altersunterschied zwischen eineinhalb und zwei Jahren liegen. Der Vorteil ist, dass der Althund auch als „Erzieher“ tätig wird – der „Kleine“ wird sich vieles bei seinem Leittier abschauen.
Sie sollten sich genau überlegen ob Sie sich für ein gleichgeschlechtliches Paar oder die Kombination Rüde/Hündin entscheiden.
Die Kombination Rüde/Hündin hat natürlich den Nachteil das Sie die Tiere während der Läufigkeit trennen müssen (außer Sie wollen Züchten bzw. einer der beiden ist kastriert).
Das gleichgeschlechtliche Duo (bei entsprechenden Altersunterschied) macht für gewöhnlich wenig Probleme - wenn in solch einem Rudel die Rangordnung in Frage gestellt wird, liegt es an Ihnen die bestehende Struktur zu erhalten.
Damit Ihnen das gelingt hier ein paar Tipps:
ü Gefüttert und begrüßt wird immer zuerst der Ranghohe
ü Der Ranghohe betritt zuerst die Wohnung/das Haus (nach Ihnen)
ü Der Ranghöhere darf nie in Anwesenheit des Rangniedrigeren getadelt werden
ü Ein wildes Spiel kann schnell „kippen“, so ein Spiel sofort abbrechen
Der Rudelführer (das sind Sie) soll agieren, nicht reagieren
Für die Entwicklung des Welpen ist es wichtig das Sie mit ihm alleine spazieren gehen, nur so kann er seine eigenen Erfahrungen sammeln. Wir haben das bei uns so gelöst das wir zweimal am Tag mit jedem Hund alleine spazieren gehen und einmal mit beiden zusammen.
Für uns waren die ersten Wochen mit zwei Ridgis ziemlich anstrengend, wenn unsere „Söhne Afrikas“ aber in der Abenddämmerung über die Felder sprinten, dann ist die ganze Anstrengung wie Vergessen!